Automaten-Glücksspiel

Für viele Personen ist Automaten-Glücksspiel ein harmloser Freizeitvertreib, dem sie ab und zu mit kleinen Geldbeträgen nachgehen. Für andere entstehen dadurch große finanzielle Probleme und Schulden sowie Konflikte mit Partner:innen und Verwandten.

Leider suchen viele Betroffene aus Scham oder mangelnder Störungseinsicht keine Beratung oder Therapie auf. Außerdem fehlen gerade im ländlichen Raum spezialisierte Einrichtungen. Hier stellt computerbasierte Selbsthilfe eine leicht zugängliche und anonyme Möglichkeit dar, um durch das Spielen entstandene Probleme zu bekämpfen und einen Ausstieg aus der Spielsucht zu unterstützen.

Im Rahmen einer online durchgeführten Studie haben wir zwei Selbsthilfemaßnahmen untersucht, die dabei helfen sollten, das problematische Glücksspielverhalten sowie begleitende emotionale Probleme zu verringern (Bücker et al., 2018, 2021; Wittekind et al., 2019). Unsere aktuellen Forschungsbemühungen sind auf der verlinkten Partnerseite dargestellt. So suchen wir aktuell Personen für eine Online-Studie, in der ein selbst entwickeltes Online-Selbsthilfeportal auf seine Wirksamkeit hin untersucht werden soll.

Bei Fragen können Sie sich jederzeit gerne an Dr. Lara Bücker (l.buecker@uke.de) wenden.

Hauptbeteiligte

  • Dr. Lara Bücker
  • M.Sc. Josefine Gehlenborg
  • Prof. Dr. Steffen Moritz

Kooperationspartner

  • Prof. Dr. Iver Hand (ehem. Spielerprojekt am MVZ Verhaltenstherapie Falkenried)
Publikationen

Bücker, L., Bierbrodt, J., Hand, I., Wittekind, C. & Moritz, S. (2018). Effects of a depression-focused internet intervention in slot machine gamblers: A randomized controlled trial. PLoS ONE, 13, 1–22.

Bücker, L., Gehlenborg, J., Moritz, S. & Westermann, S. (2021). A randomized controlled trial on a self-guided Internet-based intervention for gambling problems. Scientific Reports, 11(1), 1–12.

Wittekind, C. E., Bierbrodt, J., Lüdecke, D., Feist, A., Hand, I. & Moritz, S. (2019). Cognitive bias modification in problem and pathological gambling using a web-based approach-avoidance task: A pilot trial. Psychiatry Research, 272, 171–181.


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