Vom Blob-Fisch zum Leoparden, Übung aus dem Manual. Zeichnungen von Fiona Braun.

Viele Menschen, die an Depressionen und Ängsten leiden, berichten über negative Erinnerungen sowie Sorgen und selbstabwertende Gedanken (bezogen auf die Vergangenheit oder auch Zukunft). Untersuchungen zur Imagery Rescripting-Technik legen nahe, dass positive mentale Bilder mit negativen Bildern „konkurrieren“ können, was deren Einfluss auf die Stimmung und das Selbstwertgefühl mildert. Das sogenannte Imagery Rescripting ist eine psychotherapeutische Technik, die darauf abzielt, negative Emotionen durch die „Umgestaltung“ (im Englischen „Rescripting“) negativer Erinnerungen und Bilder zu verbessern. Die Methode wurde ursprünglich für traumatisierte Patienten entwickelt (Smucker, Dancu, Foa & Niederee, 1995). Face-to-Face-Interventionen haben jedoch auch für andere psychische Störungen vielversprechende Ergebnisse erbracht. Unsere Arbeitsgruppe hat vor kurzem ein Selbsthilfe-Handbuch (siehe Link unten) entwickelt, welches drei zentrale Techniken vermittelt, die helfen sollen, mit negativen Erinnerungen und Vorstellungen besser umzugehen.

In einer Studie konnten wir zeigen, dass die Vollversion unseres Handbuchs zu signifikanten Verbesserungen depressiver Symptome im Vergleich zu Personen in einer Wartegruppe mit moderater Effektgröße führte. Auch das Selbstwertgefühl und die Lebensqualität konnten signifikant verbessert werden. Die Behandlung war besonders effektiv für Personen, die schwerere Symptome von Depressionen zeigten, die eine größere Veränderungsbereitschaft aufwiesen und, die von der Intervention eine Verbesserung erwarteten.

Falls Sie die Techniken ausprobiert haben, würden wir uns über Ihr Feedback freuen, unabhängig davon, ob Sie sie als hilfreich empfunden haben oder nicht.

Publikationen

Moritz, S., Ahlf-Schumacher, J., Hottenrott, B., Peter, U., Franck, S., Schnell, T., Peter, H., Schneider, B. C.* & Jelinek, L.* (2018). We cannot change the past, but we can change its meaning. A randomized controlled trial on the effects of self-help imagery rescripting on depression. Behaviour Research & Therapy. 104, 74-83.

*geteilte letzte Autorschaft

Helfen Sie uns helfen

Wir sind bestrebt, diese sowie andere Entwicklungen unserer Arbeitsgruppe weiterhin kostenlos im Internet zugänglich zu machen, zumal wir wissen, dass viele Betroffene über wenig Geld verfügen. Dennoch würden wir uns freuen, wenn Menschen, die uns in dieser Arbeit unterstützen möchten und/oder von der Anwendung profitiert haben, über das untenstehende Konto eine Spende leisten. Das Geld soll u.a. dazu dienen, die Grafiken zu verbessern, weitere Übersetzungen zu erstellen und eine Therapievergleichsstudie zu finanzieren.

Kontaktieren Sie uns gerne, um Möglichkeiten des Sponsorings zu besprechen. Auf Wunsch kann Ihnen eine offizielle Spendenbescheinigung ausgestellt werden (senden Sie hierfür Ihre Kontaktdaten an Steffen Moritz: moritz@uke.de).

Kontoinhaber: UKE AG Neuropsychologie
Bank: Hamburger Sparkasse HASPA

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