Assoziationsspaltung — Selbsthilfetechnik zur Reduktion des Suchtverlangens

Diese von uns neu entwickelte Selbsthilfetechnik zur Reduzierung des Suchtverlangens bei Alkoholproblemen steht Ihnen kostenlos zur Verfügung. Den Link zum Selbsthilfemanual finden Sie unten auf der Seite unter Download. Nachfolgend stellen wir die Methode kurz vor.

Assoziationsspaltung für problematischen Alkoholkonsum

Die Methode beruht auf einer Behandlungstechnik, die wir zunächst für Menschen mit Zwängen erarbeitet haben, d.h. Personen, die unter aufdringlichen und quälenden Gedanken, sogenannten Zwangsgedanken, leiden. Unsere Erfahrungen damit sind sehr ermutigend. Nach drei Wochen berichteten bis zu 42 % der Teilnehmenden von einem deutlichen Rückgang ihrer Beschwerden. Die als „Assoziationsspaltung“ bezeichnete Technik stellt somit eine Erfolg versprechende Behandlungsstrategie bei Zwang dar.

Kolleg:innen machten uns darauf aufmerksam, dass hartnäckige Gedanken, die die Betroffenen vergeblich abzuschütteln versuchen, auch ein Kernmerkmal anderer psychischer Störungen sind, insbesondere der Alkoholabhängigkeit. In diesem Fall sind die sich aufdrängenden Gedanken Teil des Suchtverlangens, das zu einem vermehrten Konsum von Alkohol und damit in die Abhängigkeit führen kann oder diese aufrechterhält. Wir haben die Methode der Assoziationsspaltung für die Alkoholkrankheit entsprechend angepasst. Wie stark der Nutzen der Methode bei der Alkoholabhängigkeit ist, soll noch durch Studien geklärt werden.

Leitfaden

Über den Link am Ende der Seite können Sie das Manual „Assoziationsspaltung – Leitfaden zur Reduktion von Suchtverlangen“ beziehen. Wir sind auf Ihre Erfahrungen und Anregungen angewiesen, um die Techniken sowie die Verständlichkeit der Manuale weiter zu optimieren. Bitte nehmen Sie sich die Zeit für eine Rückmeldung an Steffen Moritz (moritz@uke.de).

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