Studie

Wir haben die Rekrutierung für die Studie abgeschlossen und suchen keine weiteren Teilnehmer:innen. Sollten Sie Interesse an einem Zugang haben, kontaktieren Sie bitte neuropsychologie@uke.de. Sie bekommen eine Rückmeldung innerhalb von 4 Werktagen. Aktuell bemühen wir uns um eine langfristige Weiterfinanzierung von Lenio.

Internetbasiertes Selbsthilfeprogramm zur Reduktion chronischer Schmerzen und emotionaler Probleme

In der Studie evaluieren wir das Online-Selbsthilfeprogramm Lenio, das Hilfe bei der Bewältigung von chronischen Schmerzen und emotionalen Problemen leisten soll. Da wir unser Rekrutierungsziel erreichen konnten, suchen wir derzeit keine weiteren Studienteilnehmer:innen. Sobald die Studie abgeschlossen ist, d.h. wenn alle Teilnehmer:innen das Programm über einen Zeitraum von 8 Wochen getestet haben, werden wir die Daten auswerten und hier berichten. Wenn durch Lenio die Schmerzen und emotionalen Probleme nachweislich gelindert werden können, werden wir das Programm kostenlos für Betroffene zur Verfügung stellen. Registrieren Sie sich gerne hier, wenn Sie informiert werden möchten, sollte Lenio zur kostenlosen Nutzung freigegeben werden.

Hintergrund

In der westlichen Welt unterscheiden wir traditionell zwischen körperlicher und seelischer Gesundheit. Diese Unterteilung ist jedoch veraltet, da inzwischen bekannt ist, dass sowohl körperliche wie seelische Faktoren an der Entstehung und Aufrechterhaltung von Krankheiten ebenso wie an der Genesung beteiligt sind. Heutzutage geht die Forschung zunehmend von komplexen Wechselwirkungen aus. Schmerz ist zwar primär ein körperliches Phänomen, das aber über unsere Gedanken, Gefühle und Handlungen stark beeinflusst wird. Lenio setzt genau bei diesen Wechselwirkungen an.

Lenio Online-Selbshilfeprogramm

Lenio ist ein Online-Selbsthilfeprogramm für Menschen mit chronischen Schmerzen und emotionalen Problemen. Das Wort „Lenio“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „lindern“ oder „mildern“. Durch das Programm werden Strategien vermittelt, die dabei helfen sollen, Schmerzen und emotionale Symptome besser zu verstehen und besser mit ihnen umzugehen, sodass diese als weniger belastend wahrgenommen werden.

In verschiedenen Einheiten lernen Teilnehmer:innen, trotz Schmerzen neue Aktivitäten auszuüben, ihr Selbstwertgefühl zu steigern und mehr auf sich achtzugeben. Das Erkennen und das Verändern typischer Denkfallen und Blockaden, die Einsamkeit, Grübeln und Niedergeschlagenheit verstärken, ist ein weiterer Schwerpunkt. Das Programm ist interaktiv gestaltet und enthält Videos, Audios, Grafiken sowie interaktive Arbeitsblätter.

Lenio berücksichtigt persönliche Themen. Wie funktioniert das? Bei vielen Übungen oder Arbeitsblättern lassen sich persönliche Erfahrungen eintragen, die in Folgeübungen aufgegriffen werden. Diese Felder können aber auch leer gelassen werden. Niemand muss einen „Seelen-Striptease“ hinlegen, um von diesem Programm zu profitieren. Teilnehmer:innen behalten stets die Kontrolle darüber, wie viel sie preisgeben wollen. Natürlich ist die Teilnahme an dem Programm anonym, d.h., persönliche Eingaben werden weder weitergegeben noch sind diese auf eine Person zurückzuführen.

Begleitende Smartphone-App

Begleitend zu Lenio bieten wir eine Smartphone-App an, welche die Integration der Inhalte in den Alltag vereinfachen soll. Bei der App handelt es sich um eine kostenlose Selbsthilfe-App, welche sich sowohl an Menschen mit verschiedenen psychischen Erkrankungen richtet, als auch an Menschen ohne Erkrankung, die an ihrem psychischen Wohlbefinden arbeiten möchten. Das Basisprogrammpaket heißt „Stimmung & Selbstwert“. Zusätzlich können weitere Programmpakete (z.B. chronische Schmerzen) aktiviert werden. Durch Push-Benachrichtigungen und kurze Übungen mit einer Lesezeit von max. 30 Sekunden lassen sich Übungen optimal in den Alltag integrieren. Die App können Sie hier beziehen: www.uke.de/cogito

Hauptbeteiligte

  • M.Sc. Swantje Marie Borsutzky,
  • M.Sc. Josefine Gehlenborg
  • Dipl.-Psych. Birgit Hottenrott
  • M.A. Arne Sibilis
  • Anna-Sophie Wilke
  • Prof. Dr. Steffen Moritz